SCHRIFTZUG
Gemeinde Niederrohrdorf
Bremgartenstrasse 2
5443 Niederrohrdorf
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Oberstufe Rohrdorferberg

Oberstufe Rohrdorferberg
15.09.2011

Im Präqualifikationsverfahren haben sich 50 Architekturbüros für die Teilnahme am Projektwettbewerb beworben. Der Gemeinderat hat schliesslich sieben Architekturbüros zum Wettbewerb zugelassen.

 

Die ausgewählten Architekturbüros haben ihre Projekte im Juli eingereicht. Das Preisgericht hat die Wettbewerbsbeiträge an seiner Sitzung vom 23. August 2011 eingehend geprüft.

 

Aus dem Wettbewerb ist das Projekt der Fiechter Salzmann Architekten GmbH, Zürich, als Siegerin hervor gegangen.

 

Auszug aus dem Bericht des Preisgerichts:

Das bestehende Schulhaus aus den 50-er Jahren, an die Hangkante gesetzt, ist Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für die städtebauliche Setzung. Feingliedrige Baukörper mit Satteldächern werden parallel an den Altbau geschoben, dieser wird mit einer Aufstockung nach oben erweitert und mit einem weiteren Volumen in Längsrichtung ergänzt. So entsteht eine Gebäudefigur, deren Gesamthöhe an der Rüslerstrasse gestaffelt, und dadurch trotz der fünf Geschosse nicht übermächtig erscheint. Mit Vor- und Rücksprüngen tritt die neue Schule auch auf dem oberen Platzniveau differenziert in Erscheinung. Die einheitliche Dachform auf allen Gebäudeteilen wie auch der hochwertige strukturierte Fassadenputz tragen dazu bei, dass das neue Schulhaus als Einheit erfahren wird, die aber durch die Vor- und Rücksprünge, die unterschiedlichen Höhen und die differenzierte Befensterung eine wohltuende, dem Ort angemessene Massstäblichkeit und Unaufgeregtheit erhält. Es wird nicht ein Kontrast zwischen Alt und Neu gesucht, sondern in der Tradition des „Weiterbauens“ mit dem Bestand gearbeitet. Dieser wird womöglich sichtbar gelassen, wo nötig auch überformt und zusammen mit den Neubauteilen zu einem Ganzen geformt bei dem die Feingliedrigkeit des Altbaues immer noch mitschwingt. Die vorgesehene Eventualposition ist in der gleichen Logik als ein weiterer Baukörper in Längsrichtung angefügt. Durch die Setzung des Gebäudes an der Hangkante bleibt das wunderbare baumbestandene Hügelplateau vor dem Schulhaus erhalten und bestimmt die hohe Qualität des Aussenraums. Ein grosser quadratischer Hartplatz vor dem Schulhaus und ein Pavillon für die Fahrräder mit weit ausladendem Dach und ringsumlaufenden Bank definieren den Pausenbereich im Süden. Anderslautend als im Programm vorgegeben sind die Parkplätze neben der Turnhalle an der Rüslerstrasse verlegt, was die nächste Umgebung des Schulhauses zwar entlastet, so aber nicht vorgesehen ist. Auch im Innern überzeugt das Projekt. Korridore erhalten Aufweitungen an strategisch richtigen Orten. Das bestehende, knappe Treppenhaus wird ergänzt um eine grosszügige, weite Treppenanlage. Die Gruppenräume sind zweckmässig zwischen zwei Klassenräumen platziert und profitieren alle von der Ausrichtung nach Süden. Im Herzen der Anlage liegt die attraktive Mediothek, verbunden mit dem Schüleraufenthalt durch interne Treppenverbindungen. Lehrerzimmer und Raum für die Lehrmittel sind im Dachgeschoss platziert und bilden eine betriebliche Einheit; sie scheint allerdings etwas weit vom Eingang gelegen. Insgesamt handelt es sich beim Projekt „Besenstrich“ um einen feinfühligen Beitrag zum anspruchsvollen Thema des Weiterbauens, bei dem nicht nur die Nutzungsanforderungen optimal eingelöst sind, sondern die neue Schule auch einen selbstverständlichen, stimmigen Auftritt erhält. Als sei sie immer schon da gewesen.

 

Aussenperspektive

 

Innenperspektive

 

 

Süd-Fassade

 

Situation